Aktuelles

Der Bamberger Karl-May-Verlag sucht einen Käufer. Wie mehrere Medien berichteten, will der 64jährige Verlagsleiter Bernhard Schmid den traditionsreichen Verlag „rechtzeitig in gute Hände“ geben, wie formuliert wird. Bernhards Großvater Euchar Albrecht hatte den Verlag  1913 mitgegründet.

Aktualisiert am 10.04.2026

Mario Adorf ist am 8. April 95jährig in Paris gestorben. Damit ist auch der letzte männliche Hauptdarsteller der legendären Karl-May-Filme der 1960erjahre verstorben. Der vielseitige deutsche Schauspieler hatte in „Winnetou 1“ den Bösewicht „Santer“ verkörpert und sich später zum Teil distanziert über seine Rolle geäußert. Zur Buch-Veröffentlichung des „Winnetou“-Drehbuchs hatte er jedoch ein versöhnliches Vorwort beigesteuert.

Aktualisiert am 10.04.2026

Auch im Sommer 2026 gibt es wieder sog. „Winnetou“-Spiele auf Österreichs Freiluft-Bühnen. In Fels am Wagram zeigt man  ab 1. August die Produktion „Halbblut Apanatschi“ (Winnetouspiele-Wagram – Halbblut Apanatschi) und die Open-Air-Bühne in Gföhl meldet sich nach längerer Pause mit „Winnetou und der Ölprinz“ (Freilichtbühne Gföhlerwald – eventmacher.at) zurück. Für die Karl-May-Nähe beider Aufführungen wird keine Garantie übernommen…  

Aktualisiert am 16.03.2026

Mitte August kommt die Fortsetzung des Comedy-Hits

„Der Schuh des Manitu“

mit dem Titel „Das Kanu des Manitu“ ins Kino. Wer sich einen ersten Eindruck der Bully-Herbig-Komödie verschaffen will, klickt hier den Trailer an:   https://www.youtube.com/watch?v=Gp66fSTR2gw

Aktualisiert am 27.05.2025

Todesfälle

 

Zwei namhafte Persönlichkeiten der deutschen Karl-May-Forschung sind verstorben. Im Alter von 94 Jahren verstarb der Doyen der Karl-May-Szene, der deutsche Strafrechtswissenschaftler und Hochschulprofessor  Claus Roxin. Er war Mitbegründer der Karl-May-Gesellschaft, die er zwischen 1971 und 1999 auch leitete, bevor er deren Ehrenvorsitzender wurde. Der eindrucksvolle Rhetoriker hat sich um die Karl-May-Forschung in mehrfacher Hinsicht unsterbliche Verdienste erworben, unter anderem derch die Beilegung des Konfliktes zwischen der KMG und dem KM-Verlag.

68jährig verstarb der deutsche Literaturwissenschaftker und Karl-May-Forscher Dr. Hartmut Vollmer. Er war stellvertretender Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft und gemeinsam mit Dieter Sudhoff Herausgeber der Reihe „Karl-May-Studien“.

Die seriöse Karl-May-Forschung hat tragischerweise gleich zwei prominente Todesfälle zu beklagen.

Im Alter von 72 Jahren erlag der Mannheimer Schriftsteller und Privatgelehrte Rudi SCHWEIKERT einer langen Krankheit. Er hatte sich intensiv mit dem Werk Karl Mays auseinandergesetzt und seine Erkenntnisse in Publikationen wie „Mekka, Damaskus, Baalbek – Schilderungen Karl Mays und ihre Quellen“ und „Das gewandelte Lexikon –  Zu Karl Mays und Arno Schmidts produktivem Umgang mit Nachschlageweerken“ niedergelegt.

Und 80jährig verstarb der Ausgburger Theologe und Sachbuchautor Hermann WOHLGSCHAFT. Von ihm stammt die wohl umfangreichste (und ob ihrer katholischen Grundierung nicht unumstrittene) dreibändige Karl-May-Biografie. Auch in den Publikationen der Karl-May-Gesellschaft hatte sich Wohlgschaft immer wieder kenntnisreich zu Wort gemeldet.

Das aktuelle Heft der Reihe „G-Geschichte“ widmet sich in seiner Titelgeschichte Karl May.

Hier der Link zur kompletten Inhaltsangabe:

https://www.g-geschichte.de/portraet/karl-may/

Todesfälle

Im Alter von 67 Jahren verstarb nach langer Krankheit der deutsche Karl-May-Forscher (und Musiker) Christoph F. Lorenz. Er hat zahlreiche Publikationen zur Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts, insbesondere zu Karl May verfasst und war stets gern gesehener Vortragender bei diversen May-Kongressen. Zu diversen May-Reprints der Karl-May-Gesellschaft lieferte Lorenz fachkundige Einführungen.  Auch in den Jahrbüchern und Zeitschriften der KMG war der Verstorbene immer wieder vertreten.

 

Der nicht zuletzt als „Tatort“-Komissar bekannt gewordene deutsche Schauspieler und Regisseur Peter Sodann ist am 5. April im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Karl-May-Szene war er als Unterstützer des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal und als Sprecher zahlreicher May-Hörbücher verbunden. In der ZDF-Dokumentation „Karl May reist zu den lieben Haddedihn“ verkörperte er 1998 Karl May.

 

Der französische Schauspieler Gérard Barray verstarb Anfang des Jahres 93jährig. Er wirkte in zahlreichen Abenteuerfilmen mit und verkörperte im Karl-May-Zweiteiler „Der Schatz der Azteken“ und „Die Pyramide des Sonnengottes“ den spielsüchtigen Bösewicht Don Alfonso.

Buch-Neuerscheinungen

Zwei denkbar unterschiedliche Neuerscheinungen sollten das Interesse der Karl-May-Freunde finden.

Im renommierten Suhrkamp-Verlag erschien eine Text-Version eines umstrittenen

in Berlin gezeigten Karl-May-Stücks:

Karl May

von Enis Maci und Mazlum Nergiz

edition suhrkamp Band 2806

Und der Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul  kündigt einen neuen Text des bekannten May-Biografen Helmut Schmiedt an:

Helmut Schmiedt

Werther trifft Winnetou

Über Goethe und Karl May

Man darf gespannt sein…

René Wagner, der langjährige Leiter des Radebeuler Karl-May-Museums, ist am 14. Juli im Alter von 74 Jahren verstorben. Wagner war ein wichtiges, wenngleich nicht ganz unumstrittenes Mitglied der Karl-May-Szene und leitete zeitweise als Geschäftsführer auch die Karl-May-Stiftung. Er bleibt nicht zuletzt seines unverwechselbaren Outfits wegen – immer mit Hut und Sheriff-Stern – allen Freunden Karl Mays unvergessen.

Zwei thematisch sehr gegensätzliche Neuerscheinungen verdienen das Interesse der Karl-May-Freunde:

Zum einen ist als Nachklang der unseligen „Winnetou-Debatte“ des letzten Jahres ein Tagungs-Band mit den Referaten eines einschlägigen wissenschaftlichen Symposiums erschienen:  

Andreas Brenne, Florian Schleburg und Laura Thüring (Hrsg.)

Wer hat Angst vor Winnetou?

Karl May im Spannungsfeld postkolonialer Diskurse

Ein interdisziplinäres Symposium der Karl-May-Gesellschaft, der Karl-May-Stiftung und der Universität Potsdam

Kopaed-Verlag

 

Näheres hier:     kopaed :: Fachverlag für Medien/pädagogik Kunst/pädagogik Kultur/pädagogik

Und zum anderen legt der sonst auf Comics spezialisierte Panini-Verlag ein für einschlägige Sammler sicher unverzichtbares Kompendium zu Mays „Winnetou 1“ vor. Es enthält 250 sog. Sticker, das dazu gehörige Album sowie eine Hörbuch-CD.

Näheres hier:  www.panini.de/premium-sammelbox-winnetou